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Die Arbeit - Begegnen, Arbeiten, Beherbergen
- Das
Solace-Center -

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Das
Solace-Center in Kigali 2007
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Mit Gründung von Solace Ministries nach dem Völkermord
wurde begonnen, ein Begeg- nungszentrum aufzubauen. Es befindet sich in
zentraler Lage der Hauptstadt Kigali und ist somit gut erreichbar. Als
Hauptsitz der Solace Ministries ist es für viele Menschen ein fester
Anlaufpunkt geworden. Das Solace-Center dient der zwischenmenschlichen
Begegnung, wird für wöchentliche Versammlungen und Veran- staltungen sowie für
Gottesdienste genutzt. Darüber hinaus werden im Solace- Center vielfältige
Dienste angeboten und koordiniert:
- Beratung für Erwachsene und Kinder (Trauma-, Lebens-,
Rechtsberatung u.v.m.)
- Ausbildung von Beraterinnen und Beratern
- Seminare verschiedenster Art
- Treffen von (Selbsthilfe-) Gruppen z.B.
HIV-Infizierter

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Das 2006 fertiggestellt Gästehaus auf dem Gelände des Solace-Centers in Kigali
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Im Jahr 2006 wurde ein neues Gästehaus auf dem
Gelände des Solace-Centers fertiggestellt. Es gilt seitdem als eines der besten
in Ruanda und ist ein Treffpunkt von Freunden der Solace Ministries aus aller
Welt.
Die Arbeit -
Zuhören, Trösten,
Lebenssinn vermitteln

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Jean
Gakwandi, Gründer und Leiter von Solace Ministries
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Seelische und
geistliche
Betreuung Leitbild
von Solace Ministries ist das Bibelwort aus Jesaja
40, Vers 1: „Tröstet, tröstet mein
Volk! spricht euer Gott“ Daraus ergibt
sich das Hauptanliegen: Die Unterstützung und die Hilfe
der Kriegswitwen und Waisenkinder. In der täglichen Arbeit
zeigt sich immer
wieder, dass die Betroffenen auch 11 Jahre nach dem
Völkermord noch
traumatisiert sind. Für sie ist zunächst das
Zuhören, das
Für-sie-dasein, das Trost spenden und die Beratung
wichtiger als
materielle Hilfen. Dies erfolgt in
Einzelgesprächen und
Einzelseelsorge, in Kleingruppen, aber auch in
großen Treffen, zum
Beispiel in Gottesdiensten und Gebetstreffen. Dabei helfen viele, die
zunächst
selbst Hilfe bei Solace Ministries erfahren haben. Unsere Arbeit
erfolgt stets
im Bezug zur Bibel: Wir möchten den Betroffenen Lebenssinn
vermitteln, in dem
wir die Auseinandersetzung mit dem lebendigen Wort Gottes, der Bibel,
fördern
und unterstützen. In unserer Arbeit zeigt sich immer
wieder, dass
Hilfesuchende in ihrer Verzweiflung und Perspektivlosigkeit durch
nichts so
viel neuen Lebensmut bekommen haben, wie durch die persönliche
Begegnung mit
Jesus Christus, durch intensive Gebete, durch eine "neue Familie" in
der Gemeinschaft mit anderen Christen, aber auch durch neue
Lebensaufgaben. Wir
verstehen "Trost spenden" ganzheitlich: Um den Betroffenen
über
die seelische Betreuung hinaus eine
Zukunftsperspektive zu bieten,
gibt es umfangreiche Projekte und Hilfsprogramme.
Die Arbeit - Organisieren,
Helfen, Finanzieren
- Projekte und
Hilfsprogramme -
- Erstellung
und Reparatur von Unterkünften
- Kleinkredit-Programme
- Organisation
und Betreuung landwirtschaftlicher Kooperativen von Witwen und Waisen
(Ackerbau
und Viehzucht: Neben der Deckung des Eigenbedarfs
wird dies auch
kommerziell betrieben)
- Ausgabe von
Ackerwerkzeugen und Saatgut
- Fachliche
Beratung zur Verbesserung der Ernteerträge
- Verteilung
von Ziegen und Kühen: Diese können Einkommensquelle
sein, die eigene Ernährung
sichern und Dünger für den Boden liefern. Das
erstgeborene Tier wird an eine
andere Familie weitergegeben.
- Organisation
und Betreuung von Frauenkooperativen (Kleingruppen, in denen die Frauen
Dinge
wie Seifen, geflochtene Matten, Karten usw. herstellen, deren Verkauf
zum
Lebensunterhalt beiträgt)
- Unterstützung
von Kinderfamilien (Haushalte, in denen nur Kinder leben, weil
die Eltern
während des Völkermordes umgekommen sind)
- Unterstützung
der Waisenkinder in der Ausbildung (Übernahme der
Schulgebühren, Kauf von
Schulkleidung und Schulmaterialien u.v.m.)
- Organisation
und Durchführung von (z. T. missionarischen) Kinderfreizeiten
- Versorgung
Kranker mit Medikamenten und Nahrungsmitteln
- HIV/ AIDS -
Programm (Betreuung von Aids-infizierten
Frauen in Folge
von Vergewaltigungen, Aufklärung über die
Verbreitung des HIV-Viruses und
der Vorbeugung) - Ein Teil der AIDS-Arbeit wird von der britischen
Organisation
SURF (Survivors Fund) finanziell unterstützt
- Organisation
und Finanzierung von Rechtsbeistand für (vergewaltigte) Frauen
- Umbettung
der Gebeine ermordeter Menschen und Finanzierung der
Begräbnisse, damit die
Angehörigen die Möglichkeit des Abschiednehmens und
eine würdige Stätte des
Gedenkens an ihre Toten erhalten
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